Was ist ein LVS-Gerät und wie funktioniert es?

Das sogenannte LVS-Gerät – Lawinenverschüttetensuchgerät | SnowHow
Der obligatorische Pieps-Check zu Beginn der Tour

LVS-Gerät, Sonde & Schaufel gehören zur Standard-Notfallausrüstung.

Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für Freerider, Skitouren- und Schneeschuhgeher ist das Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS-Gerät. Zusammen mit Sonde und Schaufel gehört es auf Tour zur Standard-Notfallausrüstung. Nur im Zusammenspiel aller drei Werkzeuge kann die lebensrettende Kameradenrettung im Ernstfall schnell und effektiv durchgeführt werden. Moderne LVS-Geräte sind einfach und intuitiv zu bedienen. Wer sich ein neues Gerät zulegt, wählt auf jeden Fall eines mit drei Antennen. Vorsicht beim Kauf von gebrauchten Geräten, vor allem wenn man sich nicht gut auskennt.

Schnelle Kameraden retten Leben.

Eine rasche Kameradenrettung, also das Auffinden und Ausgraben des Verschütteten durch am Unfallort anwesende Freunde, Familienmitglieder und sonstigen Tourengänger, steigert die Überlebenschancen im Falle einer Ganzkörperverschüttung drastisch. Denn bis professionelle Hilfe in Form von Bergrettung oder Hubschrauber eintrifft, ist es oft zu spät. Statistisch gesehen überleben 90 % der Verschütteten, die bis zum Stillstand der Lawine keine lebensbedrohlichen, traumatischen Verletzungen erlitten haben, wenn sie innerhalb der ersten 15 Minuten nach der Verschüttung ausgegraben werden. Danach sinkt die Überlebenschancen erschreckend schnell ab.

Sonde und Schaufel braucht es ebenso wie ein LVS-Gerät, um Verschüttete zu bergen | SnowHow
Ist die Punktortung abgeschlossen beginnt die Punktsuche mittels Sonde und Schaufel

Suchen mit dem LVS-Gerät: So geht´s.

Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Ein kombiniertes Sende- und Empfangsgerät wird während der Tour im Sendemodus – möglichst direkt am Körper – getragen. Im Notfall schalten alle Anwesenden in den Suchmodus. Entlang der Feldlinien wirst du dann recht intuitiv von Pfeilen auf dem digitalen Display zum Verschütteten geleitet. Ab einer Distanz von 3 bis 5 Metern beginnt die Feinsuche. Das Gerät wird nun direkt über der Schneeoberfläche gehalten und es wird in derselben Richtung weitergesucht bis zum Punkt der geringsten Entfernung. Ist dieser gefunden, kommen Sonde und Schaufel zum Einsatz und der Verschüttete wird vorsichtig geborgen.

Nicht vergessen: Das beste LVS bringt nur dann etwas, wenn Du den Umgang damit regelmäßig trainierst! Wie du richtig mit deinem Pieps umgehst und worauf du beim Üben unbedingt achten solltest, erfährst du in unseren SNOWHOW Workshops für Freerider und Tourengeher.